Missionar werden 2017-04-14T03:02:12+00:00

Comboni-Missionar werden

Die Sache Jesu braucht Begeisterte, sein Geist sucht sie auch unter uns …

Bei uns allen fing es einmal so an: Plötzlich war da dieser Drang, etwas im Leben zu ändern, einen neuen Weg einzuschlagen. Näher bei Gott und den Menschen zu sein, alles hinter mir zu lassen und das Leben komplett auf Gott auszurichten. Das kann erstmal Angst machen – immerhin würde sich das ganze Leben grundlegend ändern.

Deshalb möchten wir mit dir zusammen auf die Suche gehen: Woher kommt dieser Drang, das eigene Leben komplett auf Gott auszurichten? Handelt es sich um eine Berufung? Ist das Leben als Missionar im Orden die richtige Antwort für dich darauf? In vielen Gesprächen mit dir nehmen wir uns Zeit, dich besser kennenzulernen und zu schauen, was es mit deinem Wunsch auf sich hat. Gerne darfst du auch eine gewisse Zeit mit uns in einer unserer Gemeinschaften mit leben und uns und unseren Ordensalltag kennenlernen. Wir möchten dich dabei unterstützen, für dich selbst herauszufinden, ob ein Leben mit uns als Missionar das Richtige für dich ist – oder ob deine Bestimmung doch woanders liegt.

Melde dich gerne bei unserem „Team Berufungspastoral“ – wir freuen uns auf eine Nachricht von dir!

 

Team Berufungspastoral

Pater Günther Hofmann:

Ich bin der Verantwortliche für unseren Freiwilligendienst „MissionarIn auf Zeit“ und im Team Berufungspastoral für Anfragen und Begleitung von Interessierten zuständig. Außerdem bin ich als Krankenhausseelsorger in Erlangen tätig. Ich habe viele Jahre in Südafrika und Deutschland als Comboni-Missionar gearbeitet und kenne somit die Anforderungen an einen Missionar im In- und Ausland. Ich freue mich, dich kennenzulernen!

E-Mail: hofmann@comboni.de
Tel.: 0911 940577 244

Pater Roberto Turyamureeba: 

Ich arbeite im Erzbistum Bamberg im Referat Weltkirche. Dort spreche ich in Pfarreien und Schulen über weltkirchliche Themen, wie das Leben des Glaubens in anderen Ländern. Mit meiner Arbeit möchte ich eine Brücke bauen zwischen den Menschen hier und den Menschen in Ländern des globalen Südens. Ich selbst komme aus Uganda, lebe aber schon seit vielen Jahren in Deutschland. Deshalb habe ich Einblicke in zwei ganz unterschiedliche Kulturen und Lebenseinstellungen. Darüber hinaus engagiere ich mich auch in unserem Freiwilligendienst „MissionarIn auf Zeit“ (MaZ) und stehe besonders den Freiwilligen, die nach Uganda gehen, mit Rat und Tat zur Seite. Ebenso bin ich für die Berufungspastoral in der deutschsprachigen Provinz zuständig – also auch Ansprechpartner für dich! Ich freue mich, dich kennenzulernen!

E-Mail: roberto.turyamureeba@comboni.de
Tel.: 0911 940577-245

„Im Südsudan wurde mir klar: ich möchte Comboni-Missionar werden!“

 

Stefano Trevisan war 25 Jahre alt, als er sich entschloss, für ein dreimonatiges Praktikum in den heutigen Südsudan zu gehen. Dort kam ihm zum ersten Mal der Gedanke, Comboni-Missionar zu werden. Das war im Jahr 2009, heute hat er bereits das Noviziat hinter sich und studiert in Neapel Theologie. Wie aber kam es so weit? Was hat ihn dazu bewegt, Comboni-Missionar zu werden? Eine kleine Geschichte darüber, wie Stefano zu den Comboni-Missionaren fand.

Von Südtirol in den Südsudan – und zu Gott

Stefano kommt gebürtig aus St. Vigil in Enneberg, Südtirol, wo er mit seinen Eltern und einer jüngeren Schwester lebte. Seine Muttersprache ist Ladinisch (hier ein kleiner Eindruck, wie Ladinisch klingt); Italienisch und Deutsch hat er in der Schule gelernt. Er wuchs also bereits in einer „multikulturellen Umgebung“ auf.

Nach dem Abitur 2004 probierte er einige Dinge aus: er arbeitete im Büro, als Maurer, machte eine Ausbildung zum Skilehrer und Bademeister; im Sommer arbeitete er an einer Hotelrezeption und hatte Kontakt zu Menschen aus verschiedenen Ländern und konnte seine Sprachkenntnisse verbessern.

Im Sommer 2009 wollte er dann gewissermaßen in die Fußstapfen seiner Eltern treten, die vor vielen Jahren in Indien waren und sich dort für die Menschen eingesetzt haben. „Ich wollte mehr mit meinem Leben anfangen als nur zu arbeiten und Geld zu verdienen – ich wollte benachteiligten Menschen helfen und mich für sie einsetzen“, erklärt Stefano. So nahm er Kontakt mit dem Missionsbüro in Bozen auf, welches ihn an den Comboni-Missionar Bruder Erich Fischnaller weiterleitete, der im Sudan (heute Südsudan) tätig war. Drei Monate durfte er in Lomin an der Grenze zu Uganda im Comboni-Projekt mithelfen: Stefano half bei Arbeiten mit dem Computer, schrieb Briefe an die Wohltäter und nahm an den Gottesdiensten in den unterschiedlichen Pfarreien teil. In den drei Monaten lernte er viele Menschen und ihren Alltag kennen. Obwohl Stefano in seiner Heimat nicht mehr viel mit der Kirche zu tun hatte, merkte er, dass ihn diese Arbeit glücklich machte und der Gedanke, diese Arbeit als Comboni-Missionar zu machen, kam ihm immer öfter in den Sinn, bis sich dieser Gedanke zu einem Wunsch entwickelte, den er mit nach Hause nahm.

Zurück in Südtirol war er immer noch begeistert von dem Gedanken und wollte am liebsten sofort eintreten und sich voller Tatendrang an die Arbeit machen. So schnell geht das jedoch nicht: die Comboni-Missionare bremsten seinen Enthusiasmus zunächst ein wenig und legten ihm nahe, seine Berufung zu hinterfragen: handelt es sich um eine wirkliche Berufung oder wirken die neuen Erlebnisse und Erfahrungen einfach noch nach und stimmen ihn so euphorisch? Rund ein Jahr lang nahm Stefano regelmäßig an monatlichen Treffen in Padua teil, die sich mit Glaubensfragen auseinandersetzten und bei denen er die Comboni-Missionare und die Missionare ihn besser kennen lernen konnten. 13 junge Leute nahmen an diesen Treffen teil, wobei Stefano der einzige war, der ernsthaft mit dem Gedanken spielte, Comboni-Missionar zu werden.

Davon, wie man Comboni-Missionar wird

Als seine Begeisterung für die Comboni-Missionare auch nach diesem Jahr ungebrochen war, trat er ins Postulat ein. Von 2010 bis 2012 lebte er in Padua und studierte dort Philosophie und bekam eine Einführung in die Theologie. Das Noviziat schloss sich von 2012 bis 2014 an: Stefano verbrachte zwei Jahre in Portugal im Noviziat, wo er Novizen aus ganz Europa kennen lernte und Portugiesisch lernte.

Seit 2014 ist er nun im Scholastikat (Ausbildungszentrum für angehende Comboni-Missionare) in Neapel, was bedeutet, dass er vier Jahre an der Universität Theologie studiert um später Priester werden zu können. Insgesamt sind sie 15 Scholastiker aus der ganzen Welt: zwei kommen aus Italien, einer aus Polen, einer aus Peru, einer aus Brasilien, drei aus der Demokratischen Republik Kongo, zwei aus Uganda, einer aus Kenia, einer aus Malawi, einer aus Äthiopien, einer aus Benin und einer aus Togo. Umgangssprache ist Italienisch – was für Stefano kein Problem ist, für die anderen teilweise schon: sie mussten zunächst in einem Sommerkurs Italienisch lernen, um an der Universität den Vorlesungen folgen zu können.

Anschließend wird er ein Jahr in die Mission gehen, worauf er sich schon sehr freut, und er hofft sehr, dass es dann für ihn zurück nach Afrika geht. Die ewigen Gelübde und die Weihe zum Diakon schließen sich an. Erst wenn er sechs Monate Diakon war, kann er zum Priester geweiht werden. Er hat also noch einige Etappen auf dem Weg zur Erfüllung seiner Berufung vor sich, aber er schaut ihnen mit Spannung entgegen und im Gespräch mit ihm spürt man nach wie vor die Begeisterung für den Weg, den er eingeschlagen hat.

Interesse?