MaZ-Blog 2017-04-14T04:24:18+00:00

Unser MaZ-Blog

Aktuelle Berichte und Fotos aus den Einsatzländern

Unsere Missionarinnen und Missionare auf Zeit im Einsatz erleben eine ganze Menge – und darüber bloggen sie auch in unserem MaZ-Blog. Unter der Adresse www.cosamaz.org kannst du alle Erfahrungsberichte unserer MaZ lesen – und schon mal ein wenig Fernweh bekommen. Hier einige ausgewählte Rundbriefe von unseren MaZ:

Paulina Konle, Alenga, Uganda

Was seither geschah …

Wow. Die Zeit verfliegt schneller, als man es merkt. Wieder sind 2 Wochen ins Land gezogen und ich frage mich, wo die Zeit geblieben ist. Ich erlebe hier so vieles und alles ist neu, aufregend und ich komme aus dem Staunen nicht mehr heraus. Doch beginnen wir dort, wo ich zuletzt geendet habe.

Als Elena, Daniela, Franziska, Karina und Moritz nach nur 4 gemeinsamen Tagen leider wieder aufbrachen und ich nun alleine an meiner Einsatzstelle war, legte sich der Trubel der letzten Tage – der Alltag holte uns ein.

Im Groben und Ganzen heißt das gerade für mich: Ich stehe um viertel nach 6 Uhr auf, denn um halb 7 wird in der Kirche zuerst das Morgengebet gemeinsam (die Fathers und Sisters) auf Englisch gebetet und anschließend findet Gottesdienst auf Lango statt. Unter der Woche sind immer sehr wenige Gottesdienstbesucher da (am Sonntag jedoch ist die Kirche brechend voll und sogar vor den Eingängen stehen noch Menschen). Nach dem Gottesdienst frühstücke ich gemeinsam mit den Sisters, um 13 Uhr gibt es Mittagessen und um 19:30 Uhr Abendessen, beides gemeinsam mit den Fathers.

Hier waren gerade Ferien – Ende August bis Ende September. Diese Woche trudeln nun die Schülerinnen alle wieder ein, damit am 1. Oktober der Unterricht beginnen kann. Das bedeutete für mich, dass ich zwischen den Essenszeiten jede Menge Freizeit hatte. Diese nutzte ich, indem ich mit den Menschen vor Ort in Kontakt kam. Bei den Sisters haben während der Ferien drei Frauen und ein kleines Mädchen gewohnt und mitgeholfen. Gemeinsam mit ihnen verbrachte ich die meiste Zeit.

Herriette, ihre kleine Tochter Petra, Brenda, Imaculate und ich

Wir bastelten Rosenkränze, lernten Lango und umgekehrt Deutsch und bereiteten das Essen vor. Auch im Garten habe ich mitgeholfen.

Brenda, Sister Anna und ich bereiten „Greens“ zu

Wir bastelten Rosenkränze, lernten Lango und umgekehrt Deutsch und bereiteten das Essen vor. Auch im Garten habe ich mitgeholfen.

Reis säubern und aussortieren

Unter einem Garten hier in Uganda kann man sich nicht die kleinen Gärten in Deutschland vorstellen. Ich würde es eher Felder nennen und das nicht wenige bzw. kleine. Allein die Sisters haben einen riesigen Garten und Sister Constantina (80 Jahre alt) werkelt am liebsten den ganzen Tag darin.

Wir hatten auch Besuch von drei Sisters. Mit ihnen gingen wir auf eine Beerdigung (ganz anders als in Deutschland, denn es werden ungefähr vier Stunden lang nur Reden gehalten und am Ende bekommen alle etwas zu essen – es waren ca. 200 Leute oder mehr auf der Beerdigung). Wir lernten dort die Frau und den Sohn des 1. und ehemaligen Präsidenten Obote kennen und besuchten das Grab von Präsident Obote.

Grab des 1. und ehemaligen Präsidenten Obote

Die Sonntagsgottesdienste sind wirklich der Hammer! Ich habe nun schon 1 Sonntagsgottesdienst in Alenga mitgefeiert und 2 auf Gottesdienst-Safari. Darüber möchte ich jedoch noch einen eigenen Eintrag machen, denn es nur in einem kleinen Absatz zu beschreiben ist unmöglich! Es wird gesungen, geklatscht, getanzt, gejubelt, gelacht, Kinder gestillt und alles ist ein einziges Fest.
Einfach unbeschreiblich!!

Montage werden ab jetzt meine Lieblingstage – ganz im Gegensatz zu denen in Deutschland heißt es hier nämlich ausschlafen. Die Woche muss gemächlich und erholsam begonnen werden und deshalb gönnt man den Fathers einen gottesdienstfreien Morgen. Jippiii, ich kann bis um 8 Uhr im Bett bleiben

Das war es fürs erste Mal wieder von mir.
Eure Pauli

Nikolai Füchte, Kacheliba, Kenia

Die ersten Eindrücke aus Kenia

Hallo, meine Freunde, Habari yenu?

Ich bin vor rund drei Wochen, am 01.09.2016 am Flughafen in Nairobi in Kenia angekommen. In der Stadt habe ich einige Einkäufe für das kommende Jahr gemacht und mein Visum beantragt. Zwei Tage später bin ich dann gemeinsam mit zwei Comboni-Missionaren, Jemboy Caspis aus den Philippinen und John Bliss aus Ghana, nach Kacheliba gefahren. Der Ort liegt ganz im Westen des Landes im Gebiet West-Pokot, nahe der Grenze zu Uganda. Von Nairobi aus haben wir mit dem Auto für die ca. 600 Kilometer über 15 Stunden gebraucht.

Auf der Fahrt haben wir schon direkt neben der Straße Zebras grasen gesehen und mussten eine Strafe bei der Polizei bezahlen, weil wir mit 81 km/h bei einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h unterwegs waren. Die Straßen in Kenia sind deutlich schlechter ausgebaut, als in Deutschland und selbst die Hauptstraßen zwischen Großstädten wie Nairobi, Eldoret und Kitale sind voll von Schlaglöchern. Einige Autos haben kein Frontlicht trotz des starken Nebels, der zeitweise auf der nur zweispurigen Strecke war, haben viele Fahrer einander zu überholen versucht und konnten nur noch kn

app dem Gegenverkehr ausweichen. Da es in jede Richtung meist nur eine Spur gibt, auf der auch Lastwagen und Traktoren fahren, ist der Verkehr nicht immer flüssig. Einige Autofahrer sind dann einfach auf den Standstreifen gefahren und haben alle Autos von links überholt (in Kenia ist Linksverkehr). Die letzten 60 Kilometer der Strecke nach Kacheliba sind nicht mehr asphaltiert. Zwar ist auf der Straße deutlich weniger Verkehr, aber die 50cm hohen Hügel und Löcher in der Fahrbahn haben zur Folge, dass man selten mehr als 40 km/h schnell fahren kann. Ich muss gestehen, dass ich echt ein bisschen überrascht war, unbeschadet in Kacheliba angekommen zu sein.

Neben Englisch und  Kiswahili wird hier auch die Sprache Pokot gesprochen, da die meisten Leute der Umgebung dem Volk der Pokot angehören. Die meisten Leute hier können Englisch sprechen, was mich wirklich sehr freut, da ich wirklich noch große Probleme mit Kiswahili hab. Auf die Frage: „unaitwa nani?“ („wie heißt du?“) habe ich gelernt, nicht einfach mit „Niko“ zu antworten. In den ersten Tagen habe ich das gemacht und mich immer gewundert, dass die Leute über meinen Namen lachen oder nochmal fragen wie ich heiße. Das liegt daran, dass „Niko“ auf Kiswahili so viel bedeutet wie „ich bin hier“. Also dachten die Leute am Anfang immer, ich hätte die Frage falsch verstanden, das hat sich dann aber nach einiger Zeit geklärt.

In den ersten Wochen hatte ich noch nicht mit meiner Arbeit in den Grundschulen begonnen. So hatte ich Zeit, mein kleines Häuschen einzurichten, die Comboni-Missionare kennenzulernen und die Umgebung zu erkunden. Was mir sofort aufgefallen ist und mich ziemlich gewundert hat, ist, dass alle Leute hier den ganzen Tag lange Hosen tragen. Das ist momentan die Mode in Kenia. Shorts tragen nur die kleinen Jungen … und ich. Ich weiß nicht, wie man es bei den Temperaturen in langen Jeans und ‘nem Pulli aushalten kann. Bis auf einige wenige Ausnahmen haben alle Jungen und Mädchen  hier rasierte Köpfe und mir wurde auch schon gesagt, dass ich mir doch ‘ne Glatze machen könne. Aber ich denke, in den Punkten Kleidung und Frisur werde ich mich wohl nicht der Mehrheit der Leute anschließen.

Kacheliba liegt zwischen einem Fluss, dem Suam und einem Berg, dem Mount Kacheliba und hat ungefähr 2.000 Einwohner. Dank des Flusses ist es hier verhältnismäßig feucht, deswegen wachsen viele Bäume und Büsche. Der Ort liegt auf ca. 1.500m in einer Hochebene, die von einzelnen Bergen und Bergketten durchzogen ist. Trotz der Höhe ist es hier wahnsinnig heiß, meistens 30-35°C. Zwischen 11 und 15 Uhr ist es so heiß, dass ich nur rausgehe, wenn es sein muss. Ab und zu gibt es am Nachmittag kleine, und selten auch heftigere Regenschauer, die die Temperatur angenehm senken. Direkt vor meinem Haus grasen Ziegen, Schafe und Rinder, die überall frei herumlaufen. Im Garten hinter dem Haus der Comboni-Missionare wachsen Bananen, Kokosnüsse, Papayas, Zitronen, Orangen, Mangos, Physalis und andere Früchte, deren Namen ich nicht kenne.

Der Suam in der Abenddämmerung

Neben Englisch und  Kiswahili wird hier auch die Sprache Pokot gesprochen, da die meisten Leute der Umgebung dem Volk der Pokot angehören. Die meisten Leute hier können Englisch sprechen, was mich wirklich sehr freut, da ich wirklich noch große Probleme mit Kiswahili hab. Auf die Frage: „unaitwa nani?“ („wie heißt du?“) habe ich gelernt, nicht einfach mit „Niko“ zu antworten. In den ersten Tagen habe ich das gemacht und mich immer gewundert, dass die Leute über meinen Namen lachen oder nochmal fragen wie ich heiße. Das liegt daran, dass „Niko“ auf Kiswahili so viel bedeutet wie „ich bin hier“. Also dachten die Leute am Anfang immer, ich hätte die Frage falsch verstanden, das hat sich dann aber nach einiger Zeit geklärt.

In den ersten Wochen hatte ich noch nicht mit meiner Arbeit in den Grundschulen begonnen. So hatte ich Zeit, mein kleines Häuschen einzurichten, die Comboni-Missionare kennenzulernen und die Umgebung zu erkunden. Was mir sofort aufgefallen ist und mich ziemlich gewundert hat, ist, dass alle Leute hier den ganzen Tag lange Hosen tragen. Das ist momentan die Mode in Kenia. Shorts tragen nur die kleinen Jungen … und ich. Ich weiß nicht, wie man es bei den Temperaturen in langen Jeans und ‘nem Pulli aushalten kann. Bis auf einige wenige Ausnahmen haben alle Jungen und Mädchen  hier rasierte Köpfe und mir wurde auch schon gesagt, dass ich mir doch ‘ne Glatze machen könne. Aber ich denke, in den Punkten Kleidung und Frisur werde ich mich wohl nicht der Mehrheit der Leute anschließen.

Kacheliba liegt zwischen einem Fluss, dem Suam und einem Berg, dem Mount Kacheliba und hat ungefähr 2.000 Einwohner. Dank des Flusses ist es hier verhältnismäßig feucht, deswegen wachsen viele Bäume und Büsche. Der Ort liegt auf ca. 1.500m in einer Hochebene, die von einzelnen Bergen und Bergketten durchzogen ist. Trotz der Höhe ist es hier wahnsinnig heiß, meistens 30-35°C. Zwischen 11 und 15 Uhr ist es so heiß, dass ich nur rausgehe, wenn es sein muss. Ab und zu gibt es am Nachmittag kleine, und selten auch heftigere Regenschauer, die die Temperatur angenehm senken. Direkt vor meinem Haus grasen Ziegen, Schafe und Rinder, die überall frei herumlaufen. Im Garten hinter dem Haus der Comboni-Missionare wachsen Bananen, Kokosnüsse, Papayas, Zitronen, Orangen, Mangos, Physalis und andere Früchte, deren Namen ich nicht kenne.

Der Ausblick von meiner Terrasse

In Zukunft werde ich helfen, in den zwei Primary Schools in Kacheliba Mathe, Sport und Musik zu unterrichten. Ich denke mal, dass es da einiges Interessantes zu berichten geben wird.

Bis dahin wünsche ich euch alles Gute. Tutaonana!
Euer Niko

Lena Lochschmidt, Arequipa, Peru

Schönen Frühlingsanfang! – Zwischenbericht Arequipa

Hey,

ich wünsche euch einen tollen Frühlingsanfang, denn der Frühling beginnt hier nun und wird groß gefeiert!

Aber Feste sind hier nicht wirklich selten. Der September ist der „Monat des Frühlings“ und damit verbunden auch der „Monat der Jugend“. Im Kindergarten wurde daher der „Tag der Talente“, „Tag des Frühlings“ und der „Tag des Schülers“ gefeiert. Fast eine ganze Woche nur Fiesta. Am „Tag der Talente“ haben die Kinder getanzt und gesungen. Der „Tag des Frühlings“ wurde gefeiert, indem die Kinder in selbstgebastelten Kostümen (aus Papier, Müllsäcken, alten Autoteilen, Flaschendeckeln, Stoff, …) eine kleine Modenshow aufgeführt haben. Der „Tag des Schülers“ wurde auch fiesta genannt und es wurden Spiele, wie Wettkrabbeln (für meine Gruppe, die 2-Jährigen) und Reise nach Jerusalem gespielt.

Alle an der Startlinie des Wettkrabbelns!

Außerdem ist auch „Monat der Sicherheit“ und so hatten die Eltern der Kinder Autos aus Karton gebastelt. Diese Autos konnten die Kinder tragen und sich damit selbst als Auto fühlen. An einem Tag kamen auch zwei Polizisten zu Besuch, verkleidet als Serafin Semáforo (Ampel) und als Polizistin. Dann mussten die Kinder mit ihren Autos anhalten, wenn die Polizistin das Zeichen gab und durften losgehen, wenn die Polizistin winkte. Es hat sehr viel Spaß gemacht.

Eine Sache im Kindergarten hat mich ziemlich traurig gemacht. Ein Junge hat sich am Kopf verletzt und ich habe ihn zur Posta gebracht, ein Behandlungszimmer auf dem Gelände des Kindergartens. Dort wurde er untersucht. Er hat die ganze Zeit geschluchzt „keine Nadeln!“ Die Kinder hier haben enorm Angst vor Spritzen, weil die Ärzte ihnen sehr häufig Injektionen geben. Der Arzt hat ihm dann einen Zettel gegeben, auf dem eine Creme notiert war. Ich habe diesen dann weiter an Pauli (auxiliar von 3A und eine Freundin) gegeben. Sie meinte, dass sie sich schäme, dies den Eltern zu sagen, weil diese sich die Creme kaum leisten können. Es waren 14 Soles, das sind 3,80 Euro. Das hat mich doch sehr getroffen.

Das ist ein Teil von villa ecológica, dort ist der Kindergarten:

Mit den Kindern gibt es auch immer wieder Missverständnisse. Zum Beispiel kommen die Kinder immer her und sagen „Quiero cabeza!“ (quiero – Ich will; cabeza – Kopf). Oder „rompe cabezas“ (romper – brechen). Da hab ich gleich mal einen großen Schreck bekommen, was denn passiert sein könnte. Hat sich ein Kind verletzt? Eine Wunde am Kopf? Aber nein. „rompecabezas“ heißt „Puzzle“ und „cabeza“ oder „cabezita“ ist dann die Abkürzung der Kinder! Naja, jetzt weiß ich es. Neues Wort gelernt!

Das mit den Bussen ist ja ein bisschen kompliziert. Ganz am Anfang hat man mir gesagt, dass ich immer nach colegio „betoben“ fragen soll, wenn ich nach Hause will. Das sei ja sogar ein deutsches Wort! Aber „betoben“ deutsch? Ich kam wirklich nicht darauf, was das bitte bedeuten soll und dachte, das kann gar nicht deutsch sein. Bis mir eines Tages ein Deutscher sagte, dass das colegio „Beethoven“ heißt, und hier so ausgesprochen wird. Okay, das war dann klar. Dennoch muss ich „betoben“ sagen, sonst versteht niemand wo ich hin will!

Jeden Samstagmorgen/ -vormittag helfe ich zusammen mit einer Gruppe Jugendlichen bei der Zubereitung des Frühstücks für die ancianos (älteren Menschen). Es kommen immer etwa 40-60 ancianos. Auch hier wurde der Frühling gefeiert. Es gab eine Krönung zu „Miss primavera“ (= Frühling) und eine Modenshow. Außerdem wurde viel getanzt und eine Frau hat auch gesungen. Es war sehr lustig und die Gruppe der Jugendlichen hat mich sehr schnell und herzlich aufgenommen.

Mit der neugewählten „Miss Primavera“

Durch einen Padre habe ich eine andere deutsche Freiwillige kennengelernt. Sie ist aus Berlin, war jetzt für 4 Monate in Peru und geht jetzt aber. Sie hat aber an einem Sonntag noch „Water rafting“ organisiert – mit 8 anderen Deutschen aus Arequipa. War mega lustig! Alle klitschnass geworden!

Alles Liebe, Lena.

Alexander Meisinger, Manila, Philippinen

Mein neuer Arbeitsplatz

Hallo Freunde,

unglaublich. Kann es noch gar nicht so richtig fassen, dass ich schon fast zwei Monate hier bin. Bis jetzt gefällt es mir ganz gut auf den Philippinen. Habe bereits einiges über die Einstellung, Wohnverhältnisse und Kultur der Menschen in Manila erfahren. Jeden Tag kommen mehr Eindrücke hinzu. Jeder Tag ist unterschiedlich.

Die ersten Wochen nach dem Praktikum im Kindergarten verbrachten Raphael und ich im Center des Projekts „Puso sa Puso“. Das befindet sich auch im Slum und ist weniger als fünf Minuten mit dem Tricycle von meinem Arbeitsplatz „Gate 17“ entfernt.

Im Center lernten wir alle Arbeitskollegen besser kennen und durften bereits selber die „Kleinen“ in Schreiben und Mathematik unterrichten. Eine super Gruppe, sehr offen und hilfsbereit. Somit sind wir ab dem ersten Tag sehr herzlich aufgenommen worden. Im Center gibt es zwei Gruppen, da der Raum ziemlich klein ist. Am Vormittag werden die Anfänger in Fächern wie Schreiben, Reden und Rechnen, unterrichtet (Elementary Class). Am Nachmittag werden die „Großen“ auf die Abschlussprüfung vorbereitet, damit sie anschließend eine Ausbildung oder ein Studium starten können. Die Klassen sind unabhängig vom Alter. Für Verpflegung der Schüler wird ebenfalls jederzeit gesorgt.

Dort verbrachten wir 3-4 Wochen. Danach waren wir das erste Mal in unseren Einsatzgebieten. Der Weg dorthin ist bereits Routine: Zug, 2x Jeepney und Tricycle. Jeden Tag dauert es ungefähr eine Stunde um unseren Arbeitsplatz zu erreichen. In unseren Einsatzgebieten begleiten uns die ganze Zeit die Eltern der zu unterrichteten Kinder. Ununterbrochen. Vom Gateeingang, beim Wechseln der Klassenräume, bis zum Ausgang.

Der Unterricht findet in den eigenen vier Wänden der Eltern statt. Diese Eltern wissen, wie wichtig Bildung ist und investieren somit jeden Tag einige Stunden für das Projekt. Sie bringen die Kinder zu den verschiedenen Klassenräume, achten auf meine Sicherheit, unterstützen mich im Unterricht und stellen ihr Haus zu Verfügung.

Die erste Woche im Slum war ein bisschen unorganisiert. Ich hatte zwei Gruppen. Der Haken war, dass jede Gruppe mit 10-15 Kindern besetzt war. Das ist eindeutig zu viel. Nicht einmal der Platz am Boden hat ausgereicht, damit alle Kinder auf ein Papier schreiben können. Somit haben ein paar Kinder draußen warten müssen, bis Platz frei ist. Trauriger Anblick. Habe es anschließend in drei Gruppen umstrukturiert und demnächst wahrscheinlich in vier. Somit hätte ich in jeder Gruppe 6-7 Kinder.

Die meisten der Kinder sind sehr anhänglich und lieb. Besonders, wenn die Eltern dabei sind. Natürlich können sie auch ganz anders sein, wie Kinder halt mal so sind. Habe es davor gar nicht glauben können, dass eine Gruppe mit vier hyperaktiven Jungs so kräfteaufreibend sein können. Ohne Kaffee würde ich anschließend sofort einschlafen. Vielleicht muss ich mich auch erst daran gewöhnen.

Generell gefällt mir das Unterrichten richtig gut und ich bin mir sicher, dass die Kinder mir in dem Jahr mehr zurückgeben werden an Erfahrungen, als ich ihnen beibringen kann.

Es ist schon ein schönes Gefühl, wenn die Kinder schon auf dich zugerannt kommen, um dich zu umarmen. Ebenso der Satz „Good morning teacher Alex“ fühlt sich ganz gut an. Im Unterricht fokussiere ich mich erst mal darauf, dass die Kinder das ABC lernen. Zudem wird ganz viel gesungen, getanzt und viele Spiele gespielt.

Letzten Mittwoch habe ich zudem noch eine andere Seite kennengelernt. Es hat ziemlich geregnet von Dienstag auf Mittwoch, somit war mein Arbeitsplatz „Gate 17“ komplett unter Wasser. An den „Straßen“ konnte man nicht mal gehen, weil man bis zu den Waden im Wasser gestanden wäre. Auch ein Klassenzimmer, im dritten Stock, war nicht verfügbar, weil es komplett nass war. Hatte leider keine am vorgesehenen Platz Fenster. Dennoch hat jeder versucht, hilfsbereit zu sein und anderen zu helfen. Das Problem ist leider, dass das Wasser nicht wirklich abfließen kann. Deswegen ist bereits nach einer Nacht Regen das Slum überflutet.

Das war’s fürs Erste.
Meisi

Rebekka Buter, Tansania

Erste Grüße aus Tansania

Poa Poa – Alles cool!
Hallo ihr Lieben! Jetzt gibt es auch endlich mal was von mir. Ein Monat ging viel zu schnell vorbei. Momentan sind Alyssa und ich in Dar es Salaam und morgen geht es nach Mkuranga in unsere Einsatzstellen. Der eine Monat Sprachschule in Mororgoro hat sehr viel Spaß gemacht und es lassen sich schon erste Erfolge verzeichnen. Auch wenn ich noch nicht alles verstehe und mir oft ein paar Worte fehlen, reicht es schon für kleine Unterhaltungen und jeden Tag kommen neue Vokabeln dazu. Pole pole (langsam langsam ) we kill an elephant, besagt ein tansanianisches Sprichwort.
Besonders mit den Lehrern in der Sprachschule verstehen wir uns sehr gut. Mein Lehrer Joseph hat zu meinem einmonatigen ,,Tansania-anniversary“ für mich und die anderen Sprachschüler tansanisches Kochen organisiert. Wir haben gelernt chipsy na mayai (Pommes mit Ei), ein typisch tansanisches Fastfood, auf dem offenen Feuer zu kochen.

Der Abschied von der Sprachschule, allen Lehrern und Freiwilligen ist mir sehr schwer gefallen. Obwohl es ,,nur“ ein Monat war, habe ich mich komplett eingelebt und sehr wohl gefühlt. Die Kombination aus langsam die Sprache erlernen und den tansanischen Lehrerern, die einem alle Fragen beantworten, war perfekt, um sich einzuleben und manche Peinlichkeiten zu vermeiden. Zum Beispiel haben wir uns Massaifußkettchen aus Perlen geknüpft (hat uns eine der Lehrerinnen gezeigt), aus Zeitnot hat es am ersten Tag nur für eins gereicht… Eigentlich kein Problem, würde man denken. Allerdings hat uns am nächsten Tag einer der Lehrer daraf hingewiesen, dass nur ein Fußbändchen in Tansania missverstanden werden könnte: nur ein Fußbändchen anstelle von zwei würden normalerweise Prostituierte tragen. Das wird zwar heutzutage nicht unbedingt so verstanden, aber um ein Fragezeichen zu vermeiden, haben wir uns lieber ein zweites zugelegt.

Am Beeindruckendsten fand ich bis jetzt den Massaimarkt, den wir zusammen mit den Sprachschülern und den Massailehrern besucht haben. Dort wird mit Kühen, Ziegen, den typischen Massaistoffen und allen möglichen anderen Sachen (Unterwäsche, Spielzeug; Schmuck und Perlen) gehandelt. Kadegehe, einer der Lehrer, hat uns erklärt, dass in Tansania ein großes Nebeneinander von „traditionellem“ Leben und dem, was in Deutschland als „modernes“ Leben bezeichnet wird, gibt. Dadurch, dass in Tansania so viele verschiedene Ethnien zusammenleben, sprechen die Meisten ihre Muttersprache  wie z.B. Chagga, Massai, etc. und Suaheli als Nationalsprache. Die meisten Kinder wachsen also von Anfang an zweisprachig auf!
Wir sind schon sehr gespannt und freuen uns auf unsere Einsatzstellen.

Bis bald und liebe Grüße aus Tansania, Rebekka!

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